Wie man einen Businessplan für einen E-Commerce-Shop erstellt
Tausenden von Menschen geht es im Moment wie Ihnen. Eine brillante Geschäftsidee geistert schon seit einiger Zeit durch ihren Kopf. Leider ist die Idee an sich noch nichts wert. Ohne die Möglichkeit der Umsetzung und ein klares Verständnis davon, was man für den Anfang braucht, sind alle Ideen nutzlos. Eine umfassende Analyse im Rahmen eines Businessplans zeigt, ob es einen klar formulierten und ungedeckten Bedarf gibt. Ein solcher Businessplan für E-Commerce-Shops beantwortet alle wichtigen Fragen: wie und wer wird was machen, woher kommt das Geld, in welchem Zeitrahmen? Im weiteren Verlauf dieses Beitrags gehen wir mit Ihnen die wichtigsten Abschnitte durch, die Sie in Ihren Businessplan aufnehmen sollten.
Aller Anfang ist about us - Businessplan für E-Commerce
Der erste Abschnitt Ihres Businessplans enthält alles, was man über Ihr Unternehmen oder Ihren Onlineshop wissen muss. Dies schliesst hochfliegende Ideale wie das Verfassen eines Leitbilds und einer Vision bis hin zu langweiligen Details wie der Unternehmensstruktur und dem Gründungsdatum ein. Beginnen Sie diesen Abschnitt mit Ihrem Wertversprechen, also dem, was Sie von der Konkurrenz unterscheidet. Machen Sie klar, warum Kunden Produkte oder Leistungen bei Ihnen kaufen sollten! Nach dem Wertversprechen können Sie Ihre Mission sowie Ihre Vision für die Zukunft ausführen.
Der Markt und Ihre Konkurrenz
Das Kernelement bei der Erstellung eines Businessplans für E-Commerce ist die Untersuchung der Kräfteverhältnisse auf dem Markt, des Grads der Konkurrenz sowie des Marktanteils. Die Betrachtung der Kundenbedürfnisse, der Gründe bei Ihnen zu kaufen, und der Art und Weise, wie sie ihre Kaufentscheidungen treffen werden, spielen hierbei eine wichtige Rolle. Sie sind wahrscheinlich schon mit dem Prinzip einer SWOT-Analyse vertraut. Doch wussten Sie, dass Sie davon profitieren können, wenn Sie sie sowohl für sich selbst als auch für Ihre stärksten Konkurrenten durchführen? Schätzen Sie die Bedingungen, unter denen Sie arbeiten werden, richtig ein. Überschätzen Sie nicht die Menge der potenziellen Käufer, zügeln Sie Ihren Appetit auf monatliches Wachstum und senken Sie die prognostizierte Rentabilität! Dann sind Sie einem realistischen Businessplan schon ein ganzes Stück näher.
Welche Rolle sollte Marketing in Ihrem Businessplan spielen?
Nachdem wir uns nun mit Ihrem Unternehmen und Ihren Mitbewerbern beschäftigt haben, ist es an der Zeit, über Ihre Kunden zu sprechen. Insbesondere darüber, wie Sie die anspruchsvollsten unter ihnen, also die Generation Z, erreichen wollen. Der schnellste und einfachste Weg, Ihren Marketingplan zu erstellen, ist, mit sogenannten Buyer Personas oder Käuferpersönlichkeiten zu arbeiten. Denn wenn Sie nicht wissen, wer Ihre idealen Kunden sind, werden Sie nie den richtigen Plan erstellen, um Ihre Zielgruppe zu erreichen. Buyer Personas, manchmal auch Kunden-Avatare genannt, sind im Grunde fiktive Charaktere, die Sie erfinden, um jeden Ihrer idealen Kunden zu repräsentieren. Sie wollen, dass die Personas so realistisch wie möglich sind, damit Sie einen Marketingplan um sie herum erstellen können. Sobald Sie Ihre Personas entworfen haben, können Sie einen Marketingplan ausarbeiten.
Kommen wir zum Geschäft - oder zum laufenden Geschäftsbetrieb
In diesem Abschnitt dreht sich alles um den täglichen Betrieb Ihres Unternehmens. Er sollte die Frage beantworten, wie Sie planen, Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung zu erstellen und zu liefern. Hier müssen Sie detailliert auf Ihren Produktionsprozess eingehen und beweisen, dass Sie die notwendige Weitsicht für den Betrieb des Unternehmens haben. Dies schliesst auch Notfallpläne für Überraschungen ein, die aufgrund der Unsicherheit des Marktes auftreten können und werden. Was sind hier die wichtigen Metriken? Um sicherzustellen, dass Sie den Produktionsprozess abdecken, sollten Sie Informationen zu folgenden Punkten einbeziehen:
- Wie lange es dauert, eine bestimmte Anzahl von Einheiten des Produkts zu produzieren.
- Was wurde getan, um Kundenfeedback, Bewertungen und Rezensionen in die Optimierung Ihres Produkts oder Ihrer Dienstleistung zu integrieren?
- Welche Massnahmen haben Sie ergriffen, um einen grösseren Anstieg der Nachfrage nach Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung zu bewältigen?
Vergessen Sie nicht die Lieferkette
Beschreiben Sie in Ihrem Businessplan auch die Abfolge von Ereignissen, die erforderlich sind, um Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung von einer Idee zur Realität werden zu lassen. Dieser Abschnitt umfasst Dinge wie:
- Zulieferer: die Personen oder Unternehmen, die die Materialien liefern, die Sie nicht selbst herstellen werden.
- Einrichtungen: wo Sie Ihr Inventar oder Ihre Büros unterbringen werden.
- Personal: Ihre Mitarbeiter und deren Aufgaben.
- Ausrüstung: die Werkzeuge und Technologien, die Sie für den Betrieb Ihres Unternehmens benötigen.
- Lieferung und Vertrieb: die Liefermethode, mit der Sie Ihre Aufträge erfüllen.
- Inventar: Wie viel Inventar werden Sie vorrätig halten oder bei einem Dritten lagern?
- Kundensupport: Wie werden Supportanfragen, Reklamationen und Rückerstattungen nachverfolgt und integriert?
Sobald Sie Ihre Lieferkette und Ihren Produktionsprozess skizziert haben, können Sie sich den Finanzen zuwenden.
Jetzt geht’s an die Zahlen
Jedes Businessplan-Muster enthält eine Schlüsselkomponente - den Finanzteil. Unternehmer sollten darüber informiert sein, wie viel sie für ihr Geschäft ausgeben und wie profitabel es ist. Deshalb ist die Kenntnis aller fixen und variablen Kosten nicht nur notwendig, um den richtigen Preis für Ihre Produkte zu bestimmen. Sie hilft auch, zu verstehen, wie viel Geld Sie brauchen, um das Geschäft über Wasser zu halten. Berücksichtigen Sie Folgendes:
- Gebühren für die Zahlungsabwicklung. Sie sind unvermeidlich, wenn Sie Kreditkartenzahlungen akzeptieren. Finden Sie hier heraus, wie verschiedene Zahlungsmethoden Ihnen helfen können, mehr Kunden zu gewinnen!
- Kosten für die Software.
- Vergessen Sie nicht, Liefer- und Verpackungskosten in Ihre Handelsspanne einzubeziehen! Diese Kosten können einen minimalen Prozentsatz oder einen festen Anteil des Bestellpreises ausmachen.
- Unvorhersehbare Kosten. Es ist unmöglich, alle Eventualitäten vorherzusehen. Kalkulieren Sie daher einen entsprechenden finanziellen Sicherheitspuffer mit ein!
An die Arbeit
Ein Businessplan ist kein unveränderliches Schema und muss je nach aktueller Situation variiert werden. Wenn Sie eine Menge Artikel und Bücher über die Erstellung eines Businessplans für E-Commerce studiert haben - hören Sie auf zu lesen und fangen Sie an zu handeln! Je länger Sie lesen und zögern, desto länger sind Sie nicht auf dem Markt. Natürlich sieht all das oben Erwähnte beängstigend aus und passt nicht zu den Legenden über die fantastische Leichtigkeit der Gründung eines Onlineshops, aber das ist die Wahrheit.
Sie sind dran! Haben Sie einen Businessplan für Ihren Onlineshop geschrieben? Haben Sie das Gefühl, dass in unserem Ratgeber etwas fehlt? Nehmen Sie Kontakt zur Firegroup auf und erzählen Sie uns davon!
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